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 Gestörtes beidäugiges Sehen und Schulprobleme
Nach wie vor sind Fehlsichtigkeiten für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Kurz- und Weitsichtigkeit kennt man aus der Schule, aber eine Winkelfehlsichtigkeit oder ein verstecktes Schielen sind meist noch unbekannt.
Eine unkorrigierte Winkelfehlsichtigkeit, d.h. ein nicht optimales beidäugiges Sehen kann viele Folgen haben:
- Probleme beim Lesen und Schreiben (Buchstabenverdreher/-vertauscher, falsch gelesene Endungen, schwaches Wortbild, ungenaue Mengenvorstellung)
- Auffälligkeiten der Feinmotorik (Malen, Ausmalen, Ausschneiden, im Schrift- und Wortbild)
- Auffälligkeiten der Grobmotorik (Ballspielen, Fahrradfahren, Treppensteigen, Ungeschicklichkeiten)
- Tw. Anstrengungsbeschwerden (Kopfschmerzen, Augenschmerzen, Konzentrationsprobleme)
Dabei verursacht diese Abweichung der Augachsen graphomotorische Auswirkungen, die altersunabhängig und in ihrer Ausprägung an der Handschrift erkennbar sind.
Inhalt des Seminars: Die Seminarteilnehmer steigen, mit eigenen Augen und Fingern, in die Rolle von Erstklässlern und fühlen die Herausforderung richtig schreiben und lesen zu können. Die Wirkungen augenoptischer Korrektionen werden auf verschiedene Arten demonstriert und erlebt. Die Teilnehmer erproben selbst einfache Screenings, mit deren Hilfe Sehprobleme entdeckt und dokumentiert werden können. Anhand von Langzeitbeobachtungen werden Grenzen und Möglichkeiten derartiger Korrektionen dargestellt, Chancen und Notwendigkeiten von interdisziplinärer Zusammenarbeit aufgezeigt.
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Seminarleiter:
Jan Dominiczak, Dipl.-Pädagoge, Maulbronn (D)
Niels Rebien, Dipl.Ing. für Augenoptik, Triesen (FL)
Anmeldung: erforderlich
Unkostenbeitrag: 30 CHF
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